Oberschule Sehmatal “Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir”
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Schule Sehma - ein historischer Rückblick Teil 1 Die neue Schule von 1887 bald wieder zu klein Über den Bau der vierten Schule, der Zentralschule, und die ersten Jahre ihres Bestehens wurde bereits berichtet. Aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigte sich deutlich, Sehma hatte sich aus einem Bauerndorf zu einer Industriegemeinde entwickelt. Lebten 1885 im Ort 1811 Einwohner, waren es 1906 bereits 1910 und 1912 schon 3180. Im Jahre 1923 besaß Sehma 3339 Einwohner. Damit wuchs auch die Schülerzahl ständig, Der damalige Schulvorstand zeigte sich vorausschauend.  Ihm gehörten Unternehmer an, denen natürlich an einer guten Bildung der Schuljugend lag. Alban Scheufler, ein ehemaliger Lehrer, der die Naumannmühle am Ortsausgang nach Cunersdorf zu einer Fabrik für Papperzeugnisse umgebaut hatte, war der Vorsitzende. So ließ man im April 1905 von Stadtbaumeister Rösner aus Annaberg ein Gutachten über die Schulaufgaben anfertigen. Er kam zu der Feststellung, dass  die Nutzung aller Reserven, wie z. B. der Lehrerwohnungen im Schulhaus für Unterrichtsräume, das Gebäude noch für 16 Jahre ausreichend sei. Trotzdem führte der Schulvorstand Verhandlungen mit der Nachbarin Clara Günther um ein Grundstück an der Südseite der Schule für einen Anbau. Sie erklärte sich zunächst bereit, in sechs Jahren zu verkaufen, zog die Zusage aber zurück und verwies auf eine Frist von 16 Jahren. So kam zunächst keine Vereinbarung zu Stande. Man erwog nun einen Neubau im heutigen Park am ehemaligen Rathaus. 1902 war dort das Haus von Karl Pollmer, einem Sehmaer Original, abgebrannt. Das Grundstück befand sich im Besitz der Gemeinde. Zunächst ruhte die Baufrage wieder einige Jahre. 1908 wurden die Räume der Kantorwohnung zu Lehrzwecken umgebaut.  Im Jahre 1909 ging diurch einen Erlass die Schulaufsicht vom Ortspfarrer auf ein neu geschaffenes Schuldirektorat über. Erster Sehmaer Schuldirektor wurde Richard Arthur Lißner. Seit 1. Juni 1907 gab es auch die Stelle eines Schulhausmannes. Zunächst war es Ernst Paul Vogel, ab 1911 Friedrich August Ficker. 1910, nachdem das letzte Schulzimmer in Gebrauch genommen worden war, befassten sich Schulvorstand und Gemeinderat erneut mit der Schulbaufrage. Gemeindevorsteher Laux wollte einen Fonds anlegen, in den die Gemeinde jeweils 1000 Mark aus Vermögensgeldern eingezahlt, aber Amtshauptmannschaft und Bezirksausschuss erklärten dies als unzulässig. Später legte man eine Schulbau-Reserve von 10000 Mark an. Warum das eine unzulässige, das andere aber möglich war, ist heute nicht mehr zu erklären. Jetzt ging es aber nicht mehr um den Neubau der Schule. Zunächst musste das Dach repariert werden. Die Schiefer waren nicht mit Dachpappe unterlegt. Es regnete hinein und das Gebälk begann zu faulen. Außerdem sollte eine Dampfheizungsanlage-Anlage eingebaut. 1911 befasste sich der Gemeinderat erneut mit der Schulbaufrage und wollte zu dem vorgesehenen Bauplatz im heutigen Park das davorliegende Haus, die ehemalige zweite Schule, damals Bäckerei Döhnel, erwerben. Am hohen Kaufpreis scheiterte dies aber. Im Februar 1912 fand die Besichtigung des vorgesehenen Bauplatzes durch den  Amtshauptmann, den Bezirksarzt und die Mitglieder des Schulvorstandes statt. Man fand das  Gelände geeignet, aber plädierte auch für einen Schulanbau. Ins Gespräch kam auch ein Grundstück jenseits der Eisenbahnlinie Annaberg-Weipert südlich der heutigen Schlettauer Straße, was aber wenig Zuspruch fand.